Einen gekauften Schokoladenkalender hängt ihr in fünf Minuten auf. Am Ende sind es aber nur 24 Stück Schokolade. In einen selbst gemachten Kalender passen auch Erlebnisse, kleine Rätsel oder ein Bleistift für die Schule. Das Basteln dauert etwa zwei Stunden. Ältere Kinder machen gern mit und gestalten den Kalender für ein Geschwisterkind. Fangt Anfang November an, dann bleibt Zeit zum Befüllen.
Hüllen basteln
Klopapierrollen kosten nichts und sind stabil. Sammelt sie ab Oktober.
- Jede Rolle mit Packpapier umwickeln und festkleben.
- Das Papier oben und unten etwa drei Zentimeter überstehen lassen.
- Eine Seite nach innen falten wie bei einem Bonbon.
- Die Füllung hineinlegen und die andere Seite schließen.
Säckchen sparen diesen Schritt und ihr könnt sie jedes Jahr wieder benutzen.
Nummerieren und gestalten
Jede Hülle bekommt eine Zahl von 1 bis 24. Kinder ab drei kleben Zahlenaufkleber auf. Ältere malen die Zahlen groß mit Stift und verzieren sie mit Sternen, Tannen oder Stempeln. Haben Geschwister einen gemeinsamen Kalender, bekommt jedes Kind eine eigene Farbe. Schreibt die Zahl gut sichtbar auf die Vorderseite. Sonst sucht ihr morgens um sieben lange und der Kakao wird kalt.
Füllen ohne Süßigkeitenberg
Gut ist je ein Drittel Erlebnisse, kleine Dinge und Naschen.
- Erlebnis-Gutscheine kosten nichts und kommen oft am besten an. Zum Beispiel: „Heute darfst du das Abendessen aussuchen“, „Kekse backen“, „Taschenlampen-Spaziergang“ oder „Eine Stunde länger aufbleiben am Samstag“.
- Rätsel passen für Kinder, die lesen können. Die Lösung führt zu einem Versteck in der Wohnung.
- Kleine Dinge sind Radiergummi, Haarspange, Sticker oder ein Anhänger für den Weihnachtsbaum. Oder es gibt jeden Tag ein Puzzleteil, am 24. ist das Puzzle vollständig.
Legt Gutscheine für Ausflüge auf Tage, an denen sie klappen, also nicht auf Arbeitstage. Schreibt vor dem Befüllen alle 24 Tage auf einen Zettel und notiert die Füllung daneben. So bleibt die Mischung ausgewogen.
Aufhängen
Spannt eine Kordel quer über eine Wand oder ans Fenster. Hängt die Hüllen mit Wäscheklammern durcheinander auf. Dann wird das Suchen jeden Morgen zum Spiel. Oder ihr hängt sie mit Bindfäden an einen Ast. Am 30. November hängt alles. Öffnen dürfen die Kinder erst ab dem 1. Dezember.
Varianten
- Zwei Haushalte: In jeder Wohnung hängt ein Kalender mit 24 Türchen. Oder es gibt einen Kalender und jede Hülle mit Datum hängt dort, wo das Kind an dem Tag ist.
- Bücherkalender: Packt 24 Bücher aus der Bibliothek oder dem eigenen Regal ein. Jeden Abend lest ihr eines vor.
- Umgekehrter Kalender: Jeden Tag kommt ein haltbares Lebensmittel in eine Kiste. Vor Weihnachten bringt ihr die Kiste zur Tafel.
- Für Kleine: Nur Gutscheine und Sticker. Weniger Teile, weniger Gefahr zum Verschlucken.
Wie Niki dabei hilft
Tragt die Bastelaktion als Termin in den Familienkalender ein. Sammelt die Ideen für die Füllung in einer Liste. Dann müsst ihr im Dezember nicht nachts improvisieren. Gutscheine wie „Kekse backen“ tragt ihr gleich als Termin ein, damit sie auch stattfinden.