Am dritten Regentag in Folge werden Kinder unruhig, weil sie sich zu wenig bewegt haben. Mit diesen Spielen kommt Bewegung in die Wohnung und die Vase bleibt heil. Schafft vorher kurz Platz. Räumt Glas, rutschige Teppiche und Dinge mit harten Kanten aus dem Spielbereich. Socken aus, barfuß spielen oder Stoppersocken anziehen.
Kissen-Parcours
Baut aus Sofakissen, Decken und Stühlen eine Strecke durch Flur und Wohnzimmer:
- über Kissen springen,
- unter einer Decke über zwei Stühlen durchkriechen,
- auf einem Streifen Malerkrepp balancieren,
- am Ende dreimal um den Esstisch laufen.
Die Kinder bauen gern mit und denken sich eigene Stationen aus. Wer mag, stoppt die Zeit. Bei mehreren Kindern zählt besser die eigene Bestzeit als der Vergleich.
Stopptanz
Die Musik läuft und alle tanzen. Sobald die Musik stoppt, erstarren alle. Wer wackelt, tanzt trotzdem weiter. Ausscheiden frustriert kleine Kinder nur. Schwerer wird es mit Aufgaben beim Stopp. Zum Beispiel auf einem Bein stehen, wie ein Baum dastehen, ganz klein werden oder den Boden mit drei Körperteilen berühren.
Luftballon-Volley
Ein Faden in Hüfthöhe quer durchs Zimmer ist das Netz. Ihr spielt mit einem Luftballon, der den Boden nicht berühren darf. Für Dreijährige reicht es, den Ballon gemeinsam in der Luft zu halten und laut mitzuzählen. Ältere spielen Team gegen Team. Achtung: Räumt geplatzte Ballonreste sofort weg. Kleine Kinder können daran ersticken.
Tier-Pantomime
Ein Kind macht ein Tier vor, ohne Geräusche. Die anderen raten. Wer richtig rät, ist als Nächstes dran. Für Jüngere ruft ein Erwachsener Tiere auf und alle bewegen sich gleichzeitig so. Sie hüpfen wie ein Frosch, kriechen wie eine Schlange, stampfen wie ein Elefant oder stehen wie ein Flamingo. Nach fünf Minuten sind alle ganz schön außer Puste.
Feuer, Wasser, Sturm
Ein Erwachsener ruft Kommandos. Alle reagieren so schnell wie möglich:
- „Feuer“: in eine bestimmte Ecke laufen.
- „Wasser“: auf ein Kissen oder aufs Sofa klettern.
- „Sturm“: sich flach auf den Boden legen.
Nach und nach kommen neue Kommandos dazu, etwa „Blitz“ für Erstarren. Haltet die Wege kurz, damit niemand durch die ganze Wohnung rennt.
Zum Schluss: Ballon-Atmen
Nach dem Toben braucht es einen ruhigen Übergang, sonst geht die Energie in den nächsten Streit. Alle legen sich auf den Rücken, mit einem Kuscheltier auf dem Bauch. Beim langsamen Einatmen hebt sich das Kuscheltier. Beim langsamen Ausatmen sinkt es. Fünfmal reicht.
Varianten
- Wenn Nachbarn unter euch wohnen: Spielt Stopptanz und Pantomime in Zeitlupe. Lasst Hüpfen und Stampfen weg.
- Würfel-Bewegung: Jede Augenzahl steht für eine Übung. Zum Beispiel 1 für Hampelmann und 6 für einen Purzelbaum auf der Matratze.
- Mit Geschwistern: Das ältere Kind baut den Parcours für das jüngere und erklärt die Regeln.
Wie Niki dabei hilft
Legt euch in der Niki-App eine Liste „Regentag“ an. Dann müsst ihr am nächsten grauen Nachmittag nicht lange überlegen. Wenn ihr mögt, gibt es Punkte für Aufbau und Aufräumen. Dann landen die Kissen auch wieder auf dem Sofa.