Waldspiele im Herbst: Bingo, Tasten, Farbensuche und ein Tipi

Vier Spiele für einen Herbstnachmittag im Wald, die mit dem auskommen, was dort liegt. Für Kinder von 3 bis 10 Jahren, etwa 90 Minuten draußen.

Spiele 3 bis 10 Jahre 1 Std. 30 Min. Draußen

Im Herbst liegt im Wald das beste Spielmaterial einfach herum: Kastanien, Eicheln, buntes Laub und Stöcke in jeder Größe. Beim normalen Spaziergang quengeln Kinder schnell. Mit Aufgaben bleiben auch Fünfjährige anderthalb Stunden dabei. Die vier Spiele passen in einen Nachmittag und brauchen kaum etwas von zu Hause.

Vorbereitung

Zieht feste Schuhe, lange Hosen und Kleidung an, die dreckig werden darf. Zecken gibt es bis in den Spätherbst. Sucht die Kinder deshalb abends ab, vor allem Kniekehlen, Leiste und Haaransatz. Besprecht vorher: Pilze und Beeren schauen wir nur an, wir essen sie nicht. Macht eine Regel für die Sichtweite, etwa: „Du siehst immer die rote Jacke von Mama.“

Waldbingo

Malt zu Hause ein Raster mit neun Feldern. In jedes Feld kommt etwas, das man im Wald finden kann: Kastanie, Eichel, Tannenzapfen, Feder, Moos, rotes Blatt, Pilz (nur anschauen), Schneckenhaus und ein Stock mit Gabel. Für Kinder, die nicht lesen, malt ihr die Felder. Wer etwas findet, kreuzt es an. Bei mehreren Kindern spielt ihr besser gemeinsam auf einer Karte. Dann streitet niemand um die eine Feder.

Baum ertasten

Ein Kind bekommt die Augen verbunden. Ein Erwachsener oder ein älteres Kind führt es langsam zu einem Baum in der Nähe, auf einem Weg ohne Wurzeln. Das Kind ertastet den Baum. Es fühlt die Rinde und die Dicke des Stamms und sucht nach Moos oder einem Ast in Kopfhöhe. Zurück am Start kommt die Augenbinde ab und das Kind sucht seinen Baum. Das klappt oft. Kleine Kinder, die keine Augenbinde mögen, machen einfach die Augen zu.

Naturfarben-Suche

Malt einen Eierkarton innen mit Buntstift oder Wasserfarbe an. Jedes Fach bekommt eine Farbe: gelb, rot, braun, grün, grau, orange. Im Wald suchen die Kinder für jedes Fach etwas in genau dieser Farbe. Ohne Eierkarton geht es mit einem Streifen Malerkrepp am Handgelenk. Die Klebeseite zeigt nach außen und die Funde werden zum Farbarmband. Hebt nur Loses vom Boden auf und reißt nichts von lebenden Pflanzen ab.

Stöckchen-Tipi

Zum Schluss wird gebaut.

  1. Drei lange, kräftige Stöcke oben mit Schnur zusammenbinden.
  2. Als Dreibein aufstellen.
  3. Weitere Stöcke ringsum anlehnen.
  4. Lücken mit Laub und Farnwedeln stopfen.

Für Dreijährige reicht ein kleines Tipi für ein Kuscheltier. Zehnjährige bauen eines, in das sie selbst hineinkriechen. Vorher prüft ein Erwachsener, ob es stabil steht. Am Ende baut ihr es ab oder lasst es als Unterschlupf für Tiere stehen. Das darf das Kind entscheiden.

Varianten

  • Geräusche zählen: Alle sitzen eine Minute still. Sie zählen an den Fingern, wie viele verschiedene Geräusche sie hören.
  • Mitbringsel: Die schönsten Funde kommen mit nach Hause und werden am nächsten Regentag zu Bildern oder Mobiles.
  • Mit Gästen: Beim Kindergeburtstag spielen zwei Teams, jedes mit eigener Bingo-Karte.

Wie Niki dabei hilft

Tragt den Nachmittag im Wald als Termin in den Familienkalender ein. Dann wissen alle, dass Matschhose und Gummistiefel bereitliegen sollen. Die Packliste mit Wechselsocken, Trinkflasche und Augenbinde speichert ihr einmal in Niki und nutzt sie beim nächsten Ausflug wieder.

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