An einem Regennachmittag hält eine Schatzsuche Kinder lange bei Laune. Die Kinder laufen herum, lösen Rätsel und suchen. Die Erwachsenen sitzen mit Kaffee daneben. Mit einem festen Ablauf ist alles in zwanzig Minuten vorbereitet. Dieser Ablauf klappt mit Kindern von vier bis neun Jahren, allein oder mit Gästen.
Schatz und Verstecke festlegen
Sucht zuerst den Schatz aus. Er muss nicht gekauft sein. Ein Sticker, eine Mandarine oder ein Gutschein für zwanzig Minuten Vorlesen reicht. Wählt dann sechs Verstecke in der Wohnung, an die das Kind herankommt. Zum Beispiel unter dem Kopfkissen, im Kühlschrank, in einem Schuh, hinter der Zimmertür, in der Waschmaschine oder im Bücherregal. Der Schatz kommt ins letzte Versteck.
Hinweise schreiben oder malen
Jeder Zettel führt zum nächsten Versteck. Für Kinder, die noch nicht lesen, reicht ein Bild: ein gemaltes Kissen, ein Kühlschrank, ein Schuh. Für Kinder, die lesen können, schreibt ihr kurze Rätsel: „Ich bin kalt und brumme leise, in mir wohnt die Milch.“ Der Hinweis auf Versteck zwei liegt in Versteck eins und so weiter. Den ersten Hinweis bekommt das Kind in die Hand.
Zettel auslegen
Versteckt alles in umgekehrter Reihenfolge. Zuerst den Schatz, dann den Zettel, der zum Schatz führt. So geht es weiter zurück bis zum ersten Zettel. Dann kommt nichts durcheinander. Lasst von jedem Zettel einen Zipfel herausschauen. Sonst dauert die Suche zu lange und die Stimmung kippt.
Start
Eine kleine Geschichte hilft beim Start. Ein Pirat hat seinen Schatz in der Wohnung versteckt und nur diese Karte hinterlassen. Ältere Kinder lesen den ersten Hinweis selbst. Jüngeren lest ihr ihn vor. Ein Erwachsener bleibt in der Nähe. Wenn es hakt, hilft er mit „warm“ und „kalt“.
Schatz heben
Beim Schatz wird gefeiert, egal wie klein er ist. Suchen mehrere Kinder, nehmt einen Schatz, den man teilen kann. Zum Beispiel eine Packung Sticker oder eine Tüte Trauben. Am häufigsten endet eine Schatzsuche im Streit, wenn es nur ein Geschenk gibt.
Varianten
- Mit Aufgaben: An jeder Station gibt es eine kleine Aufgabe. Zum Beispiel zehn Hampelmänner, ein Lied singen oder drei rote Dinge nennen.
- Für Gäste: Beim Kindergeburtstag laufen zwei Teams getrennte Wege. Am Schatz treffen sie sich.
- Draußen: Der gleiche Ablauf klappt auf dem Spielplatz oder im Park. Verstecke sind dann zum Beispiel die Bank, die Rutsche oder der dritte Baum links.
- Foto-Schatzsuche: Statt Zetteln nehmt ihr Fotos der Verstecke auf dem Handy. Das Kind sucht den Ort auf dem Foto.
Wie Niki dabei hilft
Gehört die Schatzsuche zu einer Spielverabredung oder einem Geburtstag, plant ihr sie in Niki direkt beim Termin. Dort seht ihr auch, wie viele Kinder kommen. So reicht der Schatz für alle.